Schweizer Familien barometer
Schweizer Familienbarometer 2025 - auf einen Blick
Finanzielle Themen weiter im Fokus
Weiterhin hoch ist die Zufriedenheit mit dem eigenen Familienleben, während die Erwartungen an die Entwicklung der allgemeinen Situation für Familien in der Schweiz über die kommenden Jahre unverändert pessimistisch ausfallen.
Beim Thema Vorsorge sehen die Familien den grössten Handlungsbedarf in der beruflichen Vorsorge bei der Sicherung des Rentenniveaus und der besseren Absicherung von Teilzeitbeschäftigten und Geringverdienenden. Die Reduzierung der Umverteilung von Berufstätigen zu Rentenbezügerinnen und -bezügern wird als weniger dringlich erachtet. Als wichtigstes Element ihrer Altersvorsorge erachten Familien die AHV, gefolgt von der beruflichen Vorsorge und Sparguthaben der Säule 3a. Bei einem Haushaltsbruttoeinkommen von mehr als CHF 100'000 rückt die berufliche Vorsorge vor die AHV auf Rang eins.
Die befragten Familien sehen ihr Familienleben häufiger durch den Druck auf die Eltern beeinträchtigt als durch den Druck, dem ihre Kinder ausgesetzt sind. Haupttreiber für den Druck auf die Eltern ist der Anspruch, Beruf und Familienleben zu vereinbaren. Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist neben Massnahmen zur finanziellen Entlastung der Familien auch ein zentraler Anspruch der Familien an die Familienpolitik.
Die eigene finanzielle Situation empfindet nach wie vor ein grosser Teil der Familien als angespannt. Dies spiegelt sich auch darin, dass knapp ein Drittel der Familien angibt, keine Ersparnisse bilden zu können.
Events

Dr. Philippe Gnaegi
«Das Schweizer Familienbarometer ermittelt einmal im Jahr, welche Themen die Familien in der Schweiz am stärksten beschäftigen. Als wiederkehrende Befragung ist das Familienbarometer eine Selbsteinschätzung der Familien über ihre wahrgenommene Lebensrealität, und diese Wahrnehmung prägt letztlich ihre Einstellungen und ihr Handeln.»

Daniel Mutz
«Je nach Einkommen gewichten Familien die drei Säulen unseres Vorsorgesystems unterschiedlich stark. Bereits ab einem Haushaltseinkommen von 100'000 Franken wird die berufliche Vorsorge zur zentralen Säule, während Wohneigentum als wichtige Komponente an Bedeutung gewinnt. Entscheidend ist, dass Familien ihre aktuelle und zukünftige Vorsorgesituation richtig einschätzen können und Möglichkeiten zur Hand haben, diese aktiv zu gestalten. Dazu braucht es neben klarer Information auch einfach verständliche und transparente Lösungen.»